
Willi Blodt
Landrat
von 1970 bis 1992

Jedes Jahr von
Mitte April bis
24. Juni feiern die Menschen im Kreis Groß-Gerau die "Spargeltage Gerauer Land"

Ein neuer Konferenztrakt und eine großzügige Einganghalle
ergänzen seit 2005
den Sitz des Landratsamtes
Groß-Gerau.
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175 Jahre Kreis Groß-Gerau
Der moderne Kreis Groß-Gerau
An Stelle von Landrat Alfred Schmidt trat der Landtagsabgeordnete und Bürgermeister aus Wolfskehlen, Willi Blodt. Blodt, am 4. November 1929 geboren, hatte in der Kreisverwaltung Groß-Gerau eine Verwaltungslehre absolviert und war danach sechs Jahre lang Kreisjugendpfleger. In seiner 22jährigen Amtszeit erfuhr der Kreis eine weitere Aufwärtsentwicklung auf nahezu allen Ebenen. Neue Siedlungsgebiete wurden erschlossen und neue Straßen gebaut. Gesundheitswesen und soziale Einrichtungen wurden ausgebaut und verbessert, Vereine großzügig unterstützt und gefördert.
Herausragend auch die Bildungsinvestitionen: Im Kreis wurden fünf neue Integrierte Gesamtschulen errichtet und daneben die Grundschulen und die Gymnasien räumlich ausgebaut. Die Einrichtung der Stelle eines Ausländerbeauftragten im Jahr 1986 war Ausdruck der besonderen Bemühungen des Kreises um die Integration seiner ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Auch mit der Schaffung der Stelle einer Frauenbeauftragten im gleichen Jahr war der Kreis seiner Zeit voraus.
Auf Willi Blodt folgte am 1. Juli 1992 Enno Siehr, Bürgermeister von
Ginsheim-Gustavsburg und davor ebenfalls Kreisjugendpfleger.
Beim ersten Mal noch vom Kreistag gewählt, wurde er 1998 und 2004
bei Direktwahlen im Amt bestätigt. Unter seiner Verantwortung wurde
ein umfassendes Programm zur Modernisierung der kreiseigenen
Schulen umgesetzt. In der Abfallpolitik sowie im Bereich ÖPNV und
Wasserversorgung setzt der Kreis verstärkt auf die Zusammenarbeit
mit Nachbarkreisen und Privatunternehmen. Kreisvolkshochschule,
Kreiskrankenhaus und Rettungsdienst wurden in Eigenbetriebe umgewandelt, die Kreisverwaltung selbst hat sich zu einem modernen
Dienstleistungsunternehmen gewandelt.
In der Sozialpolitik steht schon seit Mitte der 90er Jahre die Förderung von Eigeninitiative und Selbsthilfe – bei gleichzeitiger Sicherstellung einer Grundversorgung – im Mittelpunkt. Schließlich hat der Landrat mit den „Spargeltagen Gerauer Land“ nicht nur der heimischen Landwirtschaft einen kräftigen Impuls gegeben, sondern dem Kreis Groß-Gerau zugleich ein neues Identifikationsbild vermittelt, das für Lebensfreude und Lebensqualität steht, und das zu teilen Fremde gerne eingeladen sind.
Bei der Darstellung der Kreisgeschichte handelt es sich um die
ergänzte und überarbeitete Fassung eines Beitrags von Ernst Schneider in der Broschüre zur 150-Jahr-Feier des Kreises im Jahr 1982.
175 Jahre Kreis Groß-Gerau
Frühgeschichte
Ernst Wilhelm Heim
Ein zweiter Anfang
Wiederaufbau
Die Landräte des Kreises Groß-Gerau - eine stattliche Ahnengalerie
Der moderne Kreis Groß-Gerau
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