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Ein kleines Museum
im Geburtshaus
Georg Büchners
erinnert an
das Leben und Wirken des Dichters, Naturwissenschaftlers und Revolutionärs.
 Unter der Regie des Rheinbauinspektors
Claus Kroencke,
wurde in den Jahren 1828 und 1829
der Rheindurchstich realisisiert, durch den das Naturschutzgebiet
Kühkopf entstand.
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175 Jahre Kreis Groß-Gerau
Ein zweiter Anfang 1874
Der neu geschaffene Kreis Groß-Gerau umfasste Groß-Gerau als Kreisstadt, Rüsselsheim, Raunheim, Kelsterbach, Königstädten, Haßloch, Nauheim, Walldorf, Mörfelden, Trebur, Bauschheim, Ginsheim, Astheim, Geinsheim, Wallerstädten, Klein-Gerau, Worfelden, Dornberg, Berkach, Dornheim, Leeheim, Wolfskehlen, Erfelden, Crumstadt, Goddelau, Stockstadt und Biebesheim. Aus dem alten Kreis Groß- Gerau kamen Arheiligen, Weiterstadt, Braunshardt, Gräfenhausen, Wixhausen, Schneppenhausen, Erzhausen und Griesheim zum Kreis Darmstadt, während Egelsbach und Langen zum Kreis Offenbach geschlagen wurden. Trotz dieses Verlustes wuchs die Kreisbevölkerung von 26.295 im Jahre 1832 auf 32.657 Einwohner im Jahr 1852. 75 Prozent aller Einwohner ernährten sich zu diesem Zeitpunkt von der Landwirtschaft.
In den Gemeinden Groß-Gerau, Rüsselsheim und Kelsterbach waren
das Handwerk, der Handel und das Gewerbe stärker vertreten und
diese Bereiche erlangten für die umliegenden Orte mehr und mehr
wirtschaftliche Bedeutung. Zwischen 1846 bis 1858 wurde der Kreis
mit dem Bau der Eisenbahnlinien Frankfurt-Heidelberg und der Strecke
Darmstadt-Mainz gleich zweimal an das Schienennetz der deutschen
Bundesländer angeschlossen. 1879 erfolgte mit der Eröffnung
der Eisenbahnstrecke Frankfurt-Mannheim die Anbindung an das internationale Eisenbahn-Fernnetz.
Durch die Verordnung vom 12. Juli 1874 zur Einteilung der Kreise im
Großherzogtum erhielt der Kreis Groß-Gerau seine heutige Gestalt.
Im Süden wurden ihm Gernsheim und Klein-Rohrheim zugeschlagen.
Zugleich wurde der erste Kreistag installiert - als Vorstufe einer Versammlung der Vertreter der Kreisbevölkerung. Die Wahl für den neuen Kreistag, der Kreis zählte im Oktober 1874 genau 35.017 Einwohner, entsprach gleichwohl nicht heutigen Demokratievorstellungen. Die 15 Mitglieder des Kreistages wurden nämlich zu zwei Dritteln von den Bevollmächtigten der Gemeindevorstände bestimmt und zu einem Drittel von den 50 Höchstbesteuerten im Kreis.
Dem ersten Kreistag gehörten an: Heil, Bürgermeister von Goddelau;
Valentin Allendörfer, Landwirt von Klein-Rohrheim; Friedrich, Posthalter
zu Stockstadt; Schäfer, Bürgermeister von Erfelden; H. Luley III.,
Landwirt Trebur; Balthasar Diehl, Händler Groß-Gerau; Schneider,
Bürgermeister von Ginsheim; Bayer, Gastwirt aus Bischofsheim; Becker, Gemeinderechner Kelsterbach; Stuttmann, Fabrikant in Rüsselsheim. Von den 50 Höchstbesteuerten wurden in den Kreistag gewählt: Engelhardt, Fabrikant in Rüsselsheim; N. Hofmann, Kaufmann in Gernsheim; Fr. Philipps, Landwirt in Trebur; Ph. Schadt, Landwirt in Erfelden; Bergsträßer, Landgerichtsassessor in Groß-Gerau.
In den ersten Kreisausschuss wurden gewählt: Becker, Kelsterbach; Friedrich, Stockstadt; Luley III., Trebur; Frey, Oberförster vom Woogsdamm; Mischlich, Bürgermeister von Nauheim; Hummel, Bürgermeister von Bauschheim. Vorsitzender des Kreistags und des Kreisausschusses war der damalige Kreisrat Dr. Boeckmann. Der erste Kreishaushalt hatte ein Volumen von 19.425,37 Reichsmark.
Zwei große Viehmärkte, ein Pferdemarkt zu Gernsheim und ein Fasel-
und Zuchtviehmarkt in Biebesheim, machten in jenen Jahren auf
sich aufmerksam. Seit 1838 lief eine Handwerkerzeichenschule in der
Kreisstadt, der sich 1850 eine Fortbildungsschule anschloss. Die 1842
in Rüsselsheim gegründete Kinderschule war die erste ihrer Art in
Hessen, ebenso wie die 1846 gegründete Viehversicherungsanstalt.
175 Jahre Kreis Groß-Gerau
Frühgeschichte
Ernst Wilhelm Heim
Bewegte Zeiten
Wiederaufbau
Die Landräte des Kreises Groß-Gerau -
eine stattliche Ahnengalerie
Der moderne Kreis Groß-Gerau
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